Wie entsteht ein nachhaltiger Pullover?

Wenn wir über Nachhaltigkeit in der Mode sprechen, denken wir oft an Slogans, Zertifizierungen, recycelte Materialien. Aber in Wirklichkeit betrifft Nachhaltigkeit das, was in unserer Nähe geschieht. Es geht darum, zu wissen, wer das produziert, was wir tragen. Es geht darum, natürliche Materialien, handwerkliche Verarbeitung und kurze Lieferketten zu wählen.
Und vor allem geht es um Wolle.

In Italien hat Wolle eine lange, tiefe, fast vergessene Geschichte. Jahrelang wurde sie abgewertet, zu niedrigen Preisen exportiert oder sogar verworfen. Heute erlebt sie eine Wiedergeburt dank Marken, die sich entscheiden, sie zurückzugewinnen und in hochwertige Kleidungsstücke zu verwandeln. Lanaioli ist eine dieser Marken: Sie verwendet italienische Merinowolle, die aus lokalen Zuchtbetrieben stammt und vollständig in Italien in einer echten kurzen Lieferkette mit km0 verarbeitet wird.

Der verborgene Wert der italienischen Wolle

Wolle war schon immer in unseren Regionen präsent. Sie ist natürlich, erneuerbar, widerstandsfähig, biologisch abbaubar. Aber ihre Verarbeitung erfordert Zeit, Sorgfalt und Kompetenz. Und im Laufe der Jahre, mit der Verbreitung synthetischer Fasern, die günstiger, schneller herzustellen und oft Einwegprodukte sind, wurde Wolle beiseitegeschoben.

Heute, wer sich für ein Wollshirt entscheidet, wählt etwas anderes: Er wählt ein Kleidungsstück, das atmet, das langlebig ist, das sich mit dem Körper verändert, das nicht verschmutzt.
Und wenn diese Wolle Merinowolle aus kurzer Lieferkette ist, liegt der Wert nicht nur im Kleidungsstück, sondern im gesamten Prozess, der es hervorgebracht hat.

Was bedeutet kurze Lieferkette?

„Kurze Lieferkette“ ist kein Werbebegriff. Es ist eine präzise Arbeitsweise.

Für Lanaioli bedeutet es:

  • die Wolle direkt von lokalen Zuchtbetrieben zu beziehen

  • sie in Italien waschen und verspinnen zu lassen

  • sie in einem handwerklichen Atelier in Shirts, Pullover, Schals zu verwandeln

  • unnötige Zwischenschritte zu vermeiden

  • Transportwege zu verkürzen

  • denjenigen Wert zu geben, die von dieser Lieferkette leben

Ein industrieller Pullover kann Ozeane überqueren.
Ein Lanaioli-Pullover legt nur wenige Kilometer zurück, und das macht einen enormen Unterschied in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltbelastung.

Wie entsteht ein Lanaioli-Pullover?

Die Geschichte jedes Lanaioli-Kleidungsstücks beginnt auf den Weiden, wo die italienischen Merinoschafe gehalten werden. Die Schafe werden geschoren, die Wolle gesammelt, sortiert und an italienische Spinnereien geschickt, die die Qualität der Faser bewahren.

Von dort gelangt sie in die Hände von Handwerkern, die sie in ein einzigartiges Kleidungsstück verwandeln:
ein glatt gestricktes Rundhalsshirt, ein Langarm-Polo aus Merinowolle, ein Rippstrickshirt.

Jeder Schritt ist nah, menschlich, bewusst.
Jedes Kleidungsstück ist rückverfolgbar, erkennbar, verwurzelt.

Komfort und Qualität

Wer ein Merinowollshirt aus kurzer Lieferkette trägt, spürt es sofort: Die Weichheit ist anders, die Atmungsaktivität besser, das Hautgefühl natürlich.
Und mit der Zeit:

  • verliert das Shirt nicht seine Form

  • bildet der Pullover keinen vorzeitigen Pilling

  • bleibt die Faser elastisch

  • nimmt die Weichheit zu

  • lebt das Kleidungsstück mit dem Träger mit

Den Unterschied machen langsame, respektvolle, nicht-industrielle Prozesse.

Nachhaltige Mode = natürliche Materialien + lokale Arbeit

Die lokale Merinowolle ist ein perfektes Beispiel für Kreislaufwirtschaft:

  • sie entsteht in Italien

  • wird in Italien verarbeitet

  • unterstützt italienische Zuchtbetriebe und Werkstätten

  • hält jahrelang

  • kann regeneriert werden

  • gibt keine Mikroplastik ab

Nachhaltige Mode zu machen bedeutet nicht nur, recycelte Stoffe zu wählen: Es bedeutet verantwortungsvoll zu produzieren, Menschen zu respektieren, die Region zu wertschätzen.

Ein Lanaioli-Kleidungsstück zu wählen bedeutet, eine neue Sichtweise auf Mode zu wählen: nah, transparent, ehrlich. Eine Sichtweise, die bei der Wolle beginnt, bei den Menschen, die sie verarbeiten, bei den Regionen, die sie bewahren.
Eine Sichtweise, die dem zurückgibt, was der globale Markt vergessen hatte.

Die kurze Lieferkette ist nicht nur ein Produktionsmodell. Sie ist ein Akt der Fürsorge für die Umwelt, für handwerkliche Arbeit, für das, was wir jeden Tag tragen. Be the change!