Pecora merino: origini, caratteristiche e il progetto di filiera corta Lanaioli

Merinoschaf: Ursprünge, Eigenschaften und das Lanaioli-Projekt für eine kurze Lieferkette

Wenn von hochwertiger Wolle die Rede ist, denkt man fast automatisch an das Merinoschaf, die weltweit bekannteste Schafrasse für die Feinheit und Weichheit ihrer Faser. Doch hinter einem Merinogarn stehen eine jahrhundertealte Geschichte, genau definierte züchterische Eigenschaften und für diejenigen, die wie Lanaioli an kurze Lieferketten glauben, auch eine direkte Verbindung zum italienischen Territorium.

Was ist das Merinoschaf?

Das Merinoschaf ist eine ursprünglich aus Spanien stammende Schafrasse, die über Jahrhunderte gezüchtet wurde, um besonders feine, weiche und strapazierfähige Wolle zu erzeugen. Der Durchmesser seiner Fasern ist deutlich geringer als bei gewöhnlichen Wollsorten. Dadurch fühlen sich Kleidungsstücke aus Merinowolle besonders angenehm auf der Haut an und eignen sich auch für Menschen, die zu Hautreizungen neigen. Ab dem 18. Jahrhundert verbreitete sich das Merinoschaf in Frankreich, England und später in Australien und Neuseeland. Heute wird es weltweit gehalten, bleibt jedoch vor allem mit den großen Zuchtbetrieben der südlichen Hemisphäre verbunden.

Die Eigenschaften, die Merinowolle einzigartig machen

Neben ihrer Weichheit zeichnet sich die Wolle des Merinoschafs durch technisch kaum zu übertreffende Eigenschaften aus:

Temperaturregulierung: Sie hält den Körper im Winter warm und im Sommer kühl, da die Struktur der Fasern mikroskopisch kleine Luftpolster bildet.

Feuchtigkeitsmanagement: Sie nimmt Schweiß auf, ohne sich nass anzufühlen, und verringert dadurch die Entstehung von Gerüchen.

Elastizität und Langlebigkeit: Die Fasern lassen sich tausende Male biegen, ohne zu brechen, und sorgen dafür, dass die Kleidungsstücke ihre Form langfristig behalten.

Natürliche Nachhaltigkeit: Sie ist eine erneuerbare und biologisch abbaubare Faser und damit eine konkrete Alternative zu synthetischen Textilien.

Das Problem langer Lieferketten

Der größte Teil der Merinowolle, die auf den europäischen Markt gelangt, legt tausende Kilometer zurück und stammt hauptsächlich aus Australien, Neuseeland und Südamerika. Dieser Weg bringt internationale Transporte, hohe CO₂-Emissionen und einen zunehmenden Verlust der Rückverfolgbarkeit des Rohstoffs mit sich. Gleichzeitig sind Schafzuchtbetriebe für Wolle in Italien nahezu verschwunden: Seit Jahrzehnten wurden die Züchter dazu ermutigt, Milch und Fleisch zu produzieren, die rentabler sind, während die Wolle als kostspielig zu entsorgendes Nebenprodukt zurückblieb.

Unser Engagement: die Zucht der Sopravissana

Aus genau diesem Szenario entstand das konkrete Engagement von Lanaioli: eine italienische Lieferkette für Merinowolle wieder aufzubauen, indem einheimische, merinisierte und vom Aussterben bedrohte Rassen erhalten werden. Unsere eigene Zucht von Sopravissana-Schafen, einer historischen Rasse aus Mittelitalien, die aus der Kreuzung lokaler Apenninenschafe mit spanischen Merinoschafen hervorgegangen ist, bildet das Herzstück dieses Projekts.

 Durch diese Zucht arbeiten wir daran, Merinowolle aus der Region zu gewinnen, eine vom Verschwinden bedrohte Rasse wiederzuentdecken und ihr eine konkrete produktive Rolle zurückzugeben.

Auf die Sopravissana zu setzen, bedeutet für uns weit mehr als eine Produktionsentscheidung: Es bedeutet, italienischen Züchtern eine faire Vergütung zu garantieren, die für die Beschaffung des Rohstoffs notwendigen Transporte drastisch zu reduzieren und unseren Kunden eine Rückverfolgbarkeit zu bieten, die tatsächlich auf der Weide beginnt – nicht an einem Containerhafen am anderen Ende der Welt.

Eine andere Merinowolle, weil sie unsere ist

Ein Kleidungsstück von Lanaioli aus Merinowolle zu wählen, die aus unserer Sopravissana-Zucht stammt, bedeutet, sich für ein Produkt zu entscheiden, das die einzigartigen technischen Eigenschaften dieser Faser mit einem authentischen Kurzlieferketten-Projekt „Made in Italy“ verbindet. Ein Engagement, das mit jedem Kleidungsstück weiter wächst und zeigt, dass eine andere, bewusstere und stärker mit der Region verbundene Mode tatsächlich möglich ist.